Trocknen eines Handtuchs kostet in Praia 100.002,99 €

Heute Morgen passiert beim online stellen von alternativer Weihnachtsbaum:

Ich hatte bevor ich mit den Arbeiten am Blog anfing mein Handtuch gewaschen und so gut irgend möglich ausgewrungen, das es schon wieder fast trocken war. Da niemand anderes an den Laptops am arbeiten ist hänge ich es über eine Gummistuhllehne. Es dauert nicht lange bis jemand kommt: „You can’t have a towel at a chair“ Ich frage wo ich es denn haben dürfe. ich müsse zu einem chinesischen Laden gehen und mir eine Wäscheleine kaufen. Dann müsste ich mir ein Haus kaufen um diese portugisisch legal aufhängen zu dürfen. So kostet das Trocknen eines Handtuchs 100.002,99 € (100.000 für das Haus und 2.99 für die Wäscheleine

Nobel geht die Welt zu Grunde.

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14.01.2011

So geht’s: Immer ein Vorschaubild anclicken und wenn man mag mit einem weiteren click in’s Bild vergrösern. Danach mit dem Browserbutton zurück.
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14.01. Freitag

Gegenüber meines Schlafplatzes wird gemolken, was ein laut ratternder Motor verrät. Also kriege ich frische Milch. Dem Freund des Melkers ist ein 3 rädriges Motorrad liegen geblieben, also muss es geflickt werden; gut das ich eine Pumpe dabei habe.

Mein Melker muss runter nach Lajes und nimmt er mich kurzer Hand mit. Das Ventil ist ausgebrochen. So kann ich einkaufen. Zwar gibt es auch in Costa de Lajedo einen Laden, aber es gibt keinerlei Auswahl – nichts was ich brauche.

Der Tag vergeht dann mit Erkundungen der Oteiro da Madeira sowie der Faja de Lopo Vaz. Am Abend noch zur Costa do Lajedo. Die heisen Quellen dort sind nicht mehr erreichbar und auf dem Weg nach oben lass ich mein Rad am Anfang der 14%igen Steigung stehen. Morgen muss ich ja ohnehin nochmal runter, da ich in dem Gebiet noch nicht alle Wege erkundet habe. Und 14% schafft leider kein Steintrike.

Es waren heute 7,581 km per Trike über 3 km/h, das ergibt zusammen mit den Daten von gestern einen Durchschnitt von 4,2, wir haben uns also verbessert, und unterwegs waren wir eine Stunde und 27 Minuten

Maximal 36,3

Ich träume von einer Biketour wie der von Athen nach Beijing, nur das diesmal alles perfect organisiert ist: Wenn man Abends am Lagerplatz ankommt ist das Zelt aufgebaut, darunter liegen irgendwelche Kissen und das Essen wird serviert!

PS Einige Zeit des Tages ging auch mit Vogelbeobachtungen dahin. Ein Vogel entpuppte sich als eine Ratte. Sie bewegte sich in eienm Baum, blieb dann still sitzen, während ich langsam näher kam, wohldenkend ich würde sie so wohl nicht entdecken. Als ich dann da war blinzelten mich 2 kleine Öhrchen an und ein langer Schwanz. Das Vieh flüchtete Richtung Baumkrone – doch da ging es nicht weiter. Mit den Pfötchen nach den Blättern angelnd merkte es das, das diese seine Last nicht tragen würde.

Was nun?

Ich schüttelte am Ast.

Das Vieh ging ein Stückchen den Ast runter. Ja aber da geht es ja in sein Verderben. Dann auf einen anderen Ast. Es weiss wirklich nicht was es machen soll.

Dann schüttelte ich so kräftig am Ast, das es runter dozt und weg rennnen kann.

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Das war’s

13.01. 2011 Donnerstag

Gestern Abend hies es, das morgens zwischen 5 und 6 Brot geliefert würde in einem weisen grossen Lieferwagen. Also beginnt mein Tag um 5 Uhr 1 und ich warte bis 6 Uhr 30 – dann gebe ich auf. Als ich gerade im Zelt bin – glücklicherweise habe ich noch meine Schuhe an – höre ich einen Motor – das Brot!
Ich kriege meine 8 Brötchen noch, die kosten mitlerweile 16 cent, vorher waren es 15 cent und der Liefeerwagen war klein und rot!

Ich hätte in Mosteiro auch auf dem Klo des Sportplatzes oder in einem Heuschober schlafen können, aber heute löse ich nach 2 Tagen mein Camp auf und fahre bis zur Abzweigung nach Lajedo und noch 2 Abzweigungen weiter, denn morgen brauche ich Lebensmittel.

Die Bilder 412 und 397-406 sind online, dann das aus: Dein Speicherplatz von 200 MB ist leider erschöpft.

Es fehlen zum heutigen Tage also die Bilder 413 – 417 und 407-411 sowie 385 – 396 !

Gute Nacht forever also – ausser jemand spendet 20 € für ein Jahr Bilderflut.

Kontakt: hamburgerinformationsradio@googlemail.com

PS: Bis dahin die fehlenden Bilder des Tages in der Galerie zum einzeln anklicken:

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3,911 km heute per Rad mit „höherer Geschwindigkeit“
Durchschnitt von 3,1
1 Stunde und 15 Minuten sowie 39 Sekunden unterwegs gewesen
Spitze 33,5
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Starker Regen verhindert heute die Rückkehr nach Mosteiro.

Dienstag 11.01.2011

Zwischen Mosteiro und Lajedo gibt es 2 verschiedene Wege. Einer weiter oben und einer von diesem abzweigenden unteren.

Bei der Rückkehr über den unteren Weg ist der letzte Bach vor Mosteiro so angeschwollen, das es auch unter zur Hilfe nahme eines Baumstammes nicht möglich ist die Fluten zu durchqueren.  Sobald man ein Bein vom Boden löst wird dieses mitgerissen. Also muss sich Struffel sputen, um im letzten Licht Lajedo zu erreichen und über die Hauptstrasse zurück zu kehren.

Mittwoch 12.01.

Abschliesende Erkundungen des Gebietes Lajedo, Mosteiro und Fajanzinha.

Von dem Strässchen, das von den Antennen aus „unten rum“ nach Mosteiro führt, zweigt in einer küstennahen Kurve ein Weg ab, der bis runter zur Küste führt. Vom gleichen Weg zweigt ein weitere Weg zu einem anderen intressanten Küstenabschnitt ab.

Heute war ein sonniger Tag mit 2 Duschen. Die 3. dusche dann, als ich gerade im Zelt bin.

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20 Thunfischmarken aber nicht eine..

Ich werde es wohl nie verstehen können, wieso es selbst im kleinsten Supermarkt das gleiche Produkt von mehreren Marken gibt anstatt nur das, was am günstigsten ist und dazu noch am besten schmeckt. Dann wäre auch Platz für mehr unterschiedliche Artikel. Dadurch das 20 Thunfischmarken angeboten werden müssen 19 andere Sachen wie Thunfisch zwangsläufig unerhältlich bleiben..

Nehmen wir mal als Beispiel den Lorenzo Markt in Ponta Delgada auf Flores. Dort gibt die leckeren und knusprigen Megaduo, die ohne das es gross beworben wird – es steht lediglich in der gesetzlich vorgeschriebenen Zutatenliste – 42 % leckerste Schokoladencreme enthalten. Es gibt aber auch die teureren Megashok, genauso wie die Megaduo in Spanien hergestellt – nur diesmal anstatt von Gullion von der Firma Arluy. Diese von Arluy sind weich, lange nicht so lecker, es wird gross beworben mit „Mas Relleno 37 %.“ Diese 37 % erscheinen so, als wenn es nur 10 % wäre, die sind nämlich lange nicht so lecker und süss wie die leckeren Megaduo.

Im direkten Vergleich schmecken die Megashok sogar richtig alt und eklig!

Im Laden in Fajanzinha hat man dann lediglich die unleckeren Megashock statt die preiswerteren leckeren Megaduo. Da nutzt es dann auch nix, das die Megashock 5 cent weniger kosten, als die Megaduo in Faja Grande.

Schokoladencreme ist Fehlanzeige sowohl in Faja Grande wie in Fajazinha.

In Fajanzinha gab es sogar mal 2 Läden, doch der 2. Laden, der gehört demjenigen, der im Flieger nach Flores vor mir sas und er ist leider „überspült worden“, von der Schlammwelle im Gegensatz zu dem nur gegenüber liegenden Laden, der auch eine Bar beinhaltet. Natürlich habe ich es mal wieder versäumt ihn zu fragen, ob er es mir zeigen kann, ob ich vieleicht ein Foto machen kann. Ich kann mir sehr gut vorstellen, das viele der Lebensmittel einfach nur mit einer Schlammschicht überzogen sind, aber viele Sachen sind ja heutzutage so eingepackt, das Sie sozusagen Wasserdicht verschweist sind, so das das eigentliche Produkt also noch geniesbar ist.

Das würde mich intressieren ob es wirklich alles nur noch Müll ist!

10.01.2011 Montag

Kühe füttern mit wildem Ingwer

Abends entdecke ich den verlassenen Weiler Caldeira und die dazugehörende Bucht.

Seit einigen Tagen ist die Insel bis fast zur Küste in Wolken.

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Internet?

9.1.2011 Sonntag

13 Uhr ist Kirche in Fajanzinha. Danach um 15 Uhr könnte ich dann in’s Internet bei Maria. Der Plan wäre also Zelt abbauen, irgendwo bei Mosteiro wieder aufbauen und dann zu Fuss zurück nach Fajanzinha. Dann müsste man aber so etwa um 11 bei Mosteiro aufbrechen, das wird aber sicher alles vereitelt werden, weil es dann sicher dann wenn man das Zelt abbauen möchte anfängt zu regnen..

Letztendlich hat dann der Regen zwar die Abfahrt nicht verzögert, aber wie immer dauert alles läännggeerr als man denkt nd ich komme erst um 12 los.

Das Zelt wird letztlich oberhalb von Fajanzinha stehen, ich hätte es also gar nicht bewegen brauchen..

Ich erkunde das obere Gebiet von Fjanzinha, wäre rechtzeitig zur Kirche unten, doch 3 Umstände verhindern Kirche wie auch internet.

1. Ich entscheide mich dooch erst mal lieber meine Wäsche zu waschen, denn ein Gottesdienst ist mir ja auch nicht sooo wichtig

2. Eine Karre die nach unten fährt nimmt mich nicht mit, hält wie immer mein Handzeichen für ein „Winken“ statt für ein „nimm mich mit“

3. Ich entdecke zur Linken einennoch nicht gegangenen Weg und denke „Ach nehmen wir den doch auch noch“

Auf den Azoren benutze ich ungern eine Uhr. Statt um 3 bin ich dann vieleiocht um 3 Uhr 30 bei Maria. Maria ist schon weg. Und der Mann meint jaaaa W-Lan könnte ich ja schon haben, aber seinen Laptop könnte ich natürlich nicht nutzen; da sind ja seine ganzen Sachen drauf! (wenn ich irgendwo das Internet nutze mach ich nen Browser auf und immer eigene Fenster, intressiere mich doch nicht für irgendwas privates!)

Maria bot mir allerdings genau deswegen das Internet an, WEIL ich keinen Computer habe. Das sage ich ihm – woraufhin er meint das wäre dann vieleicht falsch verstanden worden. PUSTEKUCHEN! Er hat falsch verstanden – nicht Maria oder ich! Er war von vorn herein die Spassbremse gewesen: Gestern zu spät, weil ER früh schlafen gehen wollte. Es war ja erst 19 Uhr! Und auch heute wieder vorgeschobene Gründe.

Gestern Abend fragte ich Maria noch nach Musik und hatte Maria den Vorschlag gemacht meinen MP´3 Player da zu lassen, damit Maria mir die Musik bis zum nächsten Tag drauf kopieren kann.

Maria hatte die Rechnung ohne Ihren mann gemacht..

das ich meinen MP’3 Player da lassen könnte, dann hätte Maria mir die Musik darauf bis zum nächsten Tag kopieren können. Doch Maria meinte es wäre doch besser, wenn ich dabei wäre. Einverstanden. Doch heute sagt der liebe Mann dann, genau das was ich ursprünglich vorgeschlagen hatte: Ich solle doch den MP´3 Player da lassen – solle also noch ein 3. mal dort runter latschen.

Mit anderen Worten also nichts als Bla Bla da Blubber da Bla Bla Bla

nichts als plabber die pla pla pla

Und diesen reichen Leuten, schenk ich dann auch noch was zum Abendessen am Vorabend ohne je irgendwas zurück zu kriegen..

Die haben sicher das gröste Anwesen auf dieser Insel – na ja zumindest in Fajanzinha: 2 fette Häuser, Schwimmingpool RIESIG und riesige Satelitenantennen, damit sie das deutsche Programm empfangen können. (also doch nicht ganz auswandern..) Da stecken sicherlich 150.000 € drin.

WAS KOTZEN MICH DIESE REICHEN AN!

Am Abend bietet Antenne 2 dann phantastische geheimnissvolle Musik.

Ich möchte zu gerne wissen, was denn da gespielt wurde zwischen 21 und 22 Uhr.

Zu diesem Tag gibt es auch noch ein Traumtagebuch!

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Fajanzinha

8.1.2011 samstag

Am morgen pisst es als ich pissen gehe und dann ist es mir zu nass um wieder zurück in´s Zelt zu gehen.  Also gleich zu Fuss die Gegend um Fajazinha erkunden. Ich treffe unterwegs Maria, die ich an Weihnachten auf RTP gehört hatte, wie sie beschrieb, wie man in Deutschland Weihnachten feiert. Das kam zu stande, da sie die Kinderbetreuung übernommen hatte, als es den Erdrutsch am 3.12.2010 gab. Sie wohnt in Fajazinha seit 3 Jahren mit ihrem Mann zusammen. Von Beruf war Sie Kindergärtnerinn, den sie nach einem Burn-Out aufgegeben hatte. Da sind die Azoren ja genau das richtige – das wäre auch etwas für Yars – wenn man keinen Stress haben möchte geht Mensch nach Corvo oder Flores.

Sie erzählt mir, das zuerst das Wasser kam. Die Bürgermeisterinn informierte die Regierung. Die Regierung schickte einen Vertreter. Der Vertreter betrachtete sich das ganze von oben aus seinem Auto heraus. Dann stieg er aus. Telefonierte. Währenddessen gab es ein poltern und sein AUto ging mit der Schlammlawine zu Tale. Mehrere Garagen und Karren sind zu Schaden gekommen und von 2 Häusern weiss Mensch nicht ob man sie wieder trocken kriegt.

Immer wenn ein Laster ne neue Ladung Schlamassel aukippt kommt das ganze in Bewegung..

Es soll in Fjazinha sogar schnelleres Internet geben wie in Faja Grande, aber es gibt nur Wireless Lan und keinen PC womit man es nutzen könnte. Maria bietet mir an das auch MAL bei Ihr in’s Internet könnte. am abend ist es dazu aber zu spät..

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Achtel gleich Viertel

Manch belgischer Maler hat nachdem er eine Szene gemalt hat das gleiche Motiv nochmals fotografisch festgehalten, da ihm sonst niemenden glauben würde, das es sich bei seinen Bildern um tatsächlich existierende Landschaften handelt.

Zum Mittagessen bin ich wieder in der Bar an der Hauptstrasse in Faja Grande. Diesmal gibt es freilich kein kostenloses Mittagessen und man möchte auch nicht mit mir zusammen mein Käse-Reisgericht machen. Man meinte ich könne ja ein Lagerfeuer machen. Nein, mache ich nich. ich kauf mir ein Stück von dem selbstgemachten Kuchen, einen Galaound einen Tosta con Queso Queso sowie für das Stück Kuchen noch einen Poncha Meia. Intressanterweise ist bei der jungen Frau von gestern der Poncha Meia die Hälfte eines kleinen Gläschen, während ein normaler Poncha die Hälfte eines grossen Glases war. Somit hätte das kleine also voll sein müssen um ein Äquivalent zu einem Viertel grossen Glas darzustellen..

So verschieden ist das halt, je nach dem an wen man gelangt und an welchem Tag..

Ansonsten schliesen wir heute die Erkundung des Küstengebiets um Faja Grande rum ab.

Am Abend treffe ich noch einen englisch sprechenden Bauern, der mir zu einer weiteren Mandarine und einem klienen Fläschchen frische Kuhmilch verhilft.

Der grund dafür, das viele Milchbauern aufgegeben haben, weil sie die stengen Richtlinien der portugisischen Milchindustrie nicht mehr entsprechen können liegt nicht etwa darin, das die Milch der Azoren zu wenig fett hätte sondern paradoxer Weise, daran, das sie ZU VIEL (!) Fett hat. Das ist der Magerwahn. Ich für mein Teil esse eher den festtesten Käse und am liebsten Milch mit Original Fettgehalt von 3,8%. Und auch bei allen anderen Milchprodukten möglichst viel Fett, denn dann schmeckt es am besten. Ich denke viel wichtiger ist es nicht zu viel Fleisch zu essen.

Heute haben wir so ungefähr 9,913 km zurück gelegt. Immerhin jetzt eine spitzengeschwindigkeit von 45,4 Stundenkm, was dann so etwa einen Durchschnitt von 5,6 ergibt.

Unterwegs waren wir so Pi mal Daumen – na – anderthalbstunden.

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alternativer Weihnachtsbaum

Alternativer kostenloser Weihnachtsbaum in Ponta da Faja

6.1.2011, Donnerstag

Um 7 Uhr 30 kann Mensch von Faja Grande über Lajes (8 Uhr) nach Santa Cruz fahren und um 16 Uhr 50 wieder zurück. Dann wäre Mensch um 19.00 wieder hier. Angeblich 2.45 € egal wohin.

Heute vor allem Wellenbeobachtung. Die Inseln Flores, Corvo und Graciosa sind wegen Sturms nicht erreichbar.

Dann bin ich den 2. Teil des Weges an der Küste lang Richtung Ponta Delgada (Flores) gegangen, wobei ich des Nachts die Verbindung über die Wiesen nicht gefunden habe, zwischen den beiden Gattern, von denen nur eines in den Wegbeschreibungen erwähnt wird..

Mittagessen in der Snackbar an der Hauptstrasse von Faja Grande. Ich fragte ob ich Reis mit Käse haben könnte und was es kostet. Als Begründung gab ich an, das die Fleischgerichte, die es normal hier nur gibt, ja immer recht teuer sind, eben wohl wegen des Fleisches.

Dann kam die junge Frau aus der Küche zurück und sagte „I offer you the Food you pay the drink“ Dann bekam ich einen Teller des normalen Tagesgerichts – also Reis, ein paar Bohnen und viel – na sagen wir mal „relativ ungeniesbaren Fleisch“ – da sind dann Magenwände und so was dabei. Na ja nun sagte ich, das ich eigentlich kein Fleisch mag, dann bekam ich mehr Gemüse.

Am Abend fragte ich, ob, wenn noch etwas von den Brötchen über ist – das einzige Brotartige Gebilde in diesem Ort – ob ich diese zum Bäckerpreis haben könnte zum Schluss.

Ich bekam sie schlieslich umsonst, dazu auch noch Bündner Fleisch was ich mir ohnehin ausgeguckt hatte um es evt zu kaufen. Wieder 3 € gespart. Wie so oft auf den Azoren gab es obendrein noch eine Tüte Mandarinen. das ist die Frucht, die es sozusagen im Überfluss auf der Insel gibt. Früchte die auf den Boden fallen werden erst gar nicht aufgesammelt. Erstaunlich ist, das eine kleine Mandarine hier bis zu 18 Kerne hat..

Das Internet ist hier so langsam, das man nur mit Glück eine Mail verschicken kann, aber in der Regel ist es nicht mal möglich HTML Mail darzustellen. Dazu werden auch noch die Wartungsarbeiten während der 4 wöchentlichen Öffnungsstunden durchgeführt.

Aber im Büro der Junta de Freguesa konnte ich endlich meine Aviso ausdrucken, das ist ein Text der so sinngemäs besagt, das wenn das Trike bewegt würde ein Signal an die nächste Polizeistation gesendet würde und das der Versuch das Trike oder das Gepäck zu klauen mit einem Plätzchen im Gefängnis enden würde.

In der Schule von Ponta Delgada stiftete mir die dortige Lehrerin eine selbstklebende durchsichtige Folie mit der ich dieses Aviso an der Radtasche auch anzubringen kann. Durch verschiedenste Regenfälle klebt es nicht mehr genug um es an der Tasche zu befestigen, aber das Papier kann man damit schon noch „einschweissen“ – dann wird das Papier eben mit einem grösseren Rand versehen und mit Gaffertape am Schloss befestigt.

Heute waren es immerhin 42,2 km/h als Spitzengeschwindigkeit.

Am Abend netter Regen. Während der 90 Minuten in der Casa do Povo natürlich der beste Prassel.

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Flores ist ein Erlebnis

In Faja Grande gibt es sogar 2 Snackbars, wobei die an der Dorfhauptstrase die günstigere ist, was das Tosta Mista anbelangt, das kostet hier nämlich 1,20 und in der anderen 1.50 Dafür gibt es aber in der nicht an der Hauptstrasse gelegenen Snack- Bar eine Prato do Dia. Die Snack Bar an der Hauptstrasse bietet Essen bis 14 Uhr und von 19 – 21 Uhr

Die beiden Läden des Ortes (der nicht an der Hauptstrasse gelegene hat keine Mittagspause) sind super teuer, teilweise doppelt so teuer wie in Santa Cruz, weil diese nicht Ketten angehören wie die Läden in Ponta Delgada, die von Lourenco bzw Braga & Braga betrieben werden, was die beiden Konkurenzfähigen Läden anbelangt.

Ein 3. Laden in Ponta Delgade wird von einer Frau die auch einen Laden in Sao Miguel hat betrieben und ist konkurenzlos teuer.

Ursachefür die hohen Preise in Faja Granda ist, das diese Läden selber die Waren im Supermarkt in Lajes einkaufen und deswegen viel teurer verkaufen müssen wie die grösseren in Lajes, die einen entsprechenden Umsatz haben und deswegen bei einem Grosshändler in Lissabon beziehen können, der eine gewisse Umsatzgrenze fordert.

Immer wieder auffallend ist übrigens weltweit, das wenn man einen klassischen Radiosender einschaltet immer wieder Musik aus Deutschland zu hören ist, weil bedeutende Komponisten wie Schubert, Händel ect hier Ihren Ursprung haben.

Deutschland gilt durch weltberühmte Klassikkomponisten wie Bach, Haydn und dem meistverkauften Klassikkünstler Ludwig van Beethoven als Kultur- und Musiknation. Die Deutschen haben zudem eine einzigartige 500 jährige Orchesterkultur, denn in Deutschland gibt es mit 133 Berufsorchestern mehr als in jedem anderen Land der Welt und über 80 Prozent der Orchester sind öffentlich subventioniert. Ein Video hierzu.

Die Einheimischen von Ponta Delagada können nicht verstehen, wie ein Mensch ein Zelt direkt neben einer Strasse aufbauen kann. Seltsamerweise stehen die ganzen Häuser aber auch direkt neben der Strasse.

Sie meinen es wäre besser doch weiter unten das Zelt aufzubauen -dort wäre es nicht so windig. Genau das Gegenteil ist der Fall – natürlich habe ich meinen Zeltplatz so gewählt, das es windgeschützt ist: Rechts und Links sind Bäume – da kann kein Wind wehen, zumindest nicht so kräftig wie das auf den freien Feldern des Ortes der Fall ist, wovon ich mich heute selber Überzeugen konnte.

Angeblich soll der Bus nach Lajes das gleiche kosten wie nach Santa Cruz. Na ja ich hab es nie ausprobiert.

Kritik zum Philipps RAGA: Die Batterielaufzeit wird mit 22 Stunden angegebn aber sind vieleicht 10.. Nicht mal einen Tag hält es – wobei ich ja nicht 24 Stunden Musik höre!

Kritik zum Walkman Sony Radio: Nach 101 Tagen ist die Kopfhörerbuchse so ausgeleiert, das Sound nur noch auf einer Seite zu hören ist.

Traumtagebuch 5.1.2011

Ein BÄR war in meinem Zelt. Aus irgendeinem Gund war ich wegen irgendeines anderen Missgeschicks ausserhalb meines Zelts und auf einmal hoppelt da irgendwas an mir vorbei und es hat irgendwas im Maul – ja – das könnte meine ISOMATTE sein – und es war tatsächlich meine Isomatte. Natürlich mit Rotwein überschüttet. Und diese Flasche ROTWEIN steht hier tatsächlich vor dem Zelt.

Und als ich ihm diese Isomatte dann endlich abgejagd hatte, da ist dann eine GANS, die auch ganz agressiv irgendwas picken will.

Ich kann mich nur wehren in dem ich ihr mit einem Messer, das ich zufällig in der Hand habe, die Kehle durchschneiden kann.

Achhh was ein Traum schon wieder..

AUFRÄUMARBEITEN IN FAJAZINHA GEHEN WEITER

Etwa einem Monat nach dem verherrenden Erdrutsch in Fajanzinha sind immer noch 5  grosse LKW und 2 grosse  Bagger damit beschäftigt, die Schlammmassen aus dem oberen Ortsteil Richtung Küste zu befördern.

Hinter der Kapelle an der Strasse nach Faja Grande gibt es einen Picknickplatz mit einer Quelle. Genau dort habe ich mich zum ersten mal auf dieser Reise lang gelegt:

Und das obwohl ich immer sehr langsam gehe und genau dort einen Schritt vorher einen Rutschtest machte, der positiv – also „Nicht rutschend“ ausfiel, doch ein paar cm weiter sind Algen auf dem Beton – DAS WAR’s – hat sicher lustig ausgesehen, wie ich auf meinen 4 Buchstaben da gelandet bin.

Normalerweise rutscht man dann nur ein kurzes Stück und fängt sich dann wieder – nicht so heute…

Neben den Fuss-km waren es heute nur 1.309 km per Rad gewesen.

Wenn man auf Flores Geld ausgeben will zum Schlafen, dann empfehle ich die Casas Rural, die sich kurz vor der Kapelle auf der linken Strassenseite befinden. Echt total gemütlich eingerichtet. Sicherlich ein Vergnügen dort eine Nacht zu verbringen, was 60 € aufwärts kostet. (Davon kann ich ne Woche Leben!)

Mit einer max Geschwindigkeit von 31 km/h ergibt dies einen Durchschnitt von 4.1 km/h und auf dem Rad gesessen habe ich genau 19 Minuten.

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